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Biographie
Mami Yamasaki ist eine japanische Malerin, geboren in Osaka und aufgewachsen in Takarazuka, Hyogo. Sie schloss 2010 ihr Studium an der Abteilung für Ölmalerei der Tama Art University ab und arbeitet derzeit in Tokio und Kyoto.
In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit urbanen Landschaften bei Nacht und erforscht das Licht nicht nur als physikalisches Phänomen, sondern auch als Metapher für Erinnerung, Existenz und Hoffnung.
Ihre Werke befinden sich in den öffentlichen Sammlungen des Aichi Prefectural Museum of Art, des Museum of Modern Art, Gunma, und des ALBERTINA Museums in Österreich.
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Stellungnahme
Ich male Städte bei Nacht.
Für mich ist das Malen der Nacht auch eine Art, Licht zu malen. Doch das Licht, das mich interessiert, ist nicht bloß physische Beleuchtung. Durch die Malerei suche ich weiterhin danach, ob Licht so etwas wie Hoffnung verkörpern kann.
Wenn wir ein Gemälde betrachten, sehen wir meiner Ansicht nach nicht nur das Bild vor uns. Wir werden möglicherweise auch mit unseren eigenen Erinnerungen und Gefühlen konfrontiert. Erinnerungen an glückliche Momente oder vertraute Orte können manchmal lebendiger zurückkehren, als sie tatsächlich waren, verwandelt in etwas, das man „Erinnerungsfarben“ nennen könnte.
Städte sind Orte, an denen unzählige Menschen, Geschichten und Gefühle aufeinandertreffen. Freude und Glück existieren neben Angst, Einsamkeit und Verlust. Mich zieht das Licht an, das aus dieser Komplexität und Dunkelheit hervortritt.
Meine Gemälde entstehen aus realen Städten und Orten, aber sie zielen nicht darauf ab, die Realität abzubilden. Im Laufe des Malprozesses verwandeln sich diese Orte allmählich in imaginäre Landschaften.
Ich hoffe, dass die Betrachter ihre eigenen Erinnerungen auf diese Städte projizieren und in jedem Gemälde einen anderen Ort entdecken können.
Wenn ich in einem einzigen Satz beschreiben sollte, wonach ich in diesen Landschaften suche, wäre es so etwas wie Hoffnung.
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Verfahren
Ich baue meine Gemälde auf, indem ich Farbe mit Werkzeugen wie Rakeln und Malmessern auftrage, abkratze, entferne und schichte. Zufällige Spuren und unerwartete Abdrücke werden Teil des Bildes.
Aus der Ferne wirken die Gemälde wie erkennbare Stadtlandschaften. Nähert sich der Betrachter, lösen sich Gebäude und Lichter allmählich in Farbe, Textur und abstrakte Formen auf.
Gegen Ende eines Gemäldes zerstöre oder lösche ich oft Teile des bereits Gemalten und setze sie neu zusammen. Durch diesen wiederholten Prozess des Erschaffens und Verwerfens entfernt sich das Bild von einer konkreten Stadt und nähert sich einer Landschaft an, die in der Erinnerung existieren mag.
In einigen Arbeiten nutze ich auch generative KI als Teil des Prozesses, Städte zu imaginieren, die nicht existieren, oder Landschaften, in denen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft koexistieren.
Generative KI ist nicht Gegenstand der Arbeit selbst. Das generierte Bild ist lediglich ein Ausgangspunkt. Ich zerlege und rekonstruiere es durch Farbe, Körperbewegung, Materialität und Zufall, bis es zu einem eigenständigen Gemälde wird.